Sep
24
Unter (Manuel) by Manuel

Man kann es kaum fassen, seit 54 Tagen sind wir nun in Dublin. Heute wurde mir das erste mal richtig bewusst, dass die Zeit hier nun bald vorüber ist und es zurück nach Deutschland geht. Mein Chef hat mir heute in gewisser Weise Anstoß zu dieser Erkenntnis gegeben, als er nach meiner Anschrift in Deutschland, für die Beurteilung, fragte. 54 Tage ist es her, dass wir am Dubliner Flughafen angekommen sind und erst einmal ohne Vorahnung auf den Taxifahrer warteten, der uns für 56 Tage in eine “fremde” Welt brachte.

Die Zeit kommt einem im Nachhinein kürzer vor als man sie eigentlich erlebt hat. Vor allem die ersten zwei Wochen waren für mich, als auch für meinen Zimmerbewohner und Kumpel Alex, nicht die leichtesten. Eine komplett neue Stadt, neue Kollegen, eine neue Wohnung, ein neues Bett, Menschen, die zwar in einer nicht ganz fremden Sprache reden, aber doch neu für einen waren. Ab der dritten Woche hat man dann angefangen sich langsam einzuleben, man kam in ein Trott hinein, der dann auch die nächsten fünf Wochen anhielt. Morgens um 7.30 hieß es aufstehen, anziehen und duschen, ab zum Bus, arbeiten, mit dem Bus zum Apartment (nach “hause”) und eigentlich immer gegen 19.00 Abendessen.  Am Wochenende hieß es dann eigentlich immer “ab zur Temple Bar” und am Sonntag wurde ausgespannt oder eine kleine Tour gemacht.

Es war für mich eine sehr ereignisreiche Zeit, zumal ich noch nie länger als 3 Wochen von zu Hause weg war. Es war in gewisser Weise ein Duft von “Freiheit” , man konnte so ziemlich alles tun worauf man Lust hatte und hatte kaum Verantwortung, man war auf sich und seine Fertigkeiten gestellt und es war das erste Mal, dass ich mit jemanden länger als 3 Wochen auf engsten Raum zusammen wohnte (abgesehen von der Familie). Ich denke ich bin durch den Aufenthalt hier in Irland offener für neue Dinge und Umstände geworden, ich habe einige meiner Prinzipien über Bord geworfen, weil man einfach merkt, dass man nicht weit kommt, wenn man nicht mal über den Tellerrand schaut.

Gut gefallen hat mir hier definitiv das Arbeiten. Ich wurde vom ersten Tag an super aufgenommen und musste auch keine typischen Praktikantenaufgaben machen, sondern habe von Anfang dieselben Aufgaben wie meine Kollegen übernommen. Es ist einfach klasse wie offen, freundlich die Kollegen hier sind und auch der Chef, der auch mal ein Ohr für jemanden hat wenn etwas nicht so gut läuft. Super gefallen hat mir außerdem der irische Humor, es wird viel geflucht und geschimpft, aber kaum etwas davon ist ernst gemeint.

Trotz all dieser schönen Erfahrungen freue ich mich definitiv auf Deutschland und möchte mich an dieser Stelle auch nochmal bei meinen Gruppenmitgliedern für die tolle Zeit bedanken. Ein großes Danke geht an Alex, meinen Zimmerkollegen und privaten Kameramann, mit dem ich echt eine super tolle Zeit hatte und haben werde. Er hat mich aufgebaut wenn es mal nicht so gut lief und zusammen hatten wir hier einfach super viel Spaß. Micha- in ihm habe ich jemanden gefunden mit dem ich meine Kaffeleidenschaft teilen kann und er auch oft morgens schon einen Kaffee für mich mitgemacht hat, als ich noch schlaftorkelnd ins Wohnzimmer getapst bin. Peter- mit ihm habe ich so manchen Abend mit WingTsun Trainingsstunden verbracht und auch einiges daraus mitgenommen. Jessica- unsere kleine Grinsekatze, die es irgendwie immer geschafft hat einen zum Schmunzeln zu bekommen. Tony- wegen dem ich so manches mal fast einen Herzinfarkt bekomme haben (Cliffs of Moher!). Chris- mit dem man vor allem abends viel Spaß beim feiern hatte und der auch mal für ein Gespräch zu haben war. Zu guter letzt Oliver- mit seinem Entdeckermut hat er uns so manche schöne Stelle bei der Wicklow Mountain Tour gezeigt und uns so wundervolle Bildmotive möglich gemacht.

Mein größter Dank geht allerdings an meine Freundin und Familie insb. an meine Mutter, die mich 21 Jahre zur Selbsständigkeit erzogen hat und mir gezeigt hat, wie ich auch in Irland abwechslungsreicher als Chips und Cola essen kann. And last but not least meine Freundin, die die ganze Zeit über ein offenes Ohr für mich hatte, auch wenn ich ein paar Tage hatte an denen es mir nicht so gut ging, die mir die Zeit hier sehr versüßt hat und immer noch auf mich in Deutschland wartet, obwohl ich so lange weg war.

Zum Schluss möchte ich gerne noch einmal ein paar Lieder auflisten, die mich die ganze “Irlandzeit” über begleitet haben.

My personal favourite playlist:

  • Nine Days- Absolutely (Story of a girl)
  • Tincy Stryder – Number One
  • Paul Kalkbrenner- Aaron und Page Three
  • K.I.Z. – Wir werden jetzt Stars
  • Terrance Howard- Whoop that trick
  • Djuma Soundsystems – Les Djinns
  • Black Sun Empire – Arrakis
  • Topmodelz – Strings of Infinity
  • The Real Booty Babes – Booty Clap
  • Italo Brothers – Stamp on the Ground
  • Reminder Feat. Brad Hooks – Are you for Real!
  • Frauenarzt und Manny Marc – Florida Lady
  • Oasis – So Sally can Wait!
  • Laurent Wolf – No Stress

…und last but not least…

  • Men at Work – Down Under
  • Oasis – Wonderwall


Ich habe den Tipp bekommen zu den Killiney Hills zu fahren. Diese liegen beim Don Laoghaire, der sich in etwa “Don Leery” ausspricht und sind ein Mekka für Dubliner Kletterer. Als alter Steinbruch eignen sich die steilen Felsen hervorragend. Wirklich viele Kletterer waren da – kein Wunder, das Wetter hat sich wieder einmal sehr gnädigt gezeigt. Wir, also Manu, Jessy und Ich sind also gestern kurz nach dem Aufstehen losgefahren. Jessy hat sich am Don Laoghaire niedergelassen, um ein Buch zu lesen – Manu und Ich sind hoch in die “Berge”. Auf der einen Seite hat man das Meer und die ostküste von Irland, zur anderen Seite hat man Dublin. Ein toller Ort zum entspannen und wieder einmal eine tolle Aussicht. Von denen hat Irland reichlich – überhaupt habe ich noch nie so viel sehenswerte Landschaft auf einem so kleinen “Fleck” gesehen, wie in den 7 Wochen hier.

Manu und Ich haben die Zeit oben genutzt, um ein paar Fotos von der Landschaft und uns zu machen. Hier also ein paar Eindrücke:

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Mehr Fotos gibt es in der Galerie unter Killiney Hills.

Sep
16

Am Freitag ging es nach der Arbeit direkt zum Flughafen, frisch rasiert und mit weißen Rosen in der Hand und einem Schild “ISI SFX” wartete ich also auf meine Freundin. Mit 20min Verspätung kam dann auch endlich das Flugzeug an. Nach einer langen und innigen Begrüßung gings dann ab in den Aircoach und durch den nachmittaglichen Dubliner-Berufsverkehr. Nach kurzem Kofferauspacken und einer kleinen Stärkung gings dann direkt ins City Centre um meiner Freundin Dublin etwas näher zu bringen. Freitag gings dann auch schon wieder früh ins Bett, weil wir Beide mit Michaels Freundin, einer Freundin und ihm am Samstag um 8.45 am Gresham Hotel verarbredet waren. Wir hatten die Wicklow Mountain Tour gebucht um unseren Liebsten etwas von der wundervollen irischen Landschaft zeigen zu können.

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Am Samstag Abend sind wir dann wieder im Apartment angekommen und nach einer kurzen Mahlzeit haben wir uns dann für den späten Abend vorbereitet. Ich wollte nämlich in meinen Geburtstag am Sonntag reinfeiern. Zu uns gesellten Alex,Chris und Peter, die mich noch mit deutschem Bier “Becks” überraschten – sehr willkommene Abwechslung zu dem irischen Bier .  Danach ging es dann mal wieder ins Fitzsimons. Haben dort dann noch auf meinen Geburtstag angestoßen und die Nacht ausklingen lassen.

Nach einem ausgedehnten Frühstück mit frischen Brötchen, Croissants, Rührei und Sekt ging es dann zur Halbinsel Howth. Nach einer 1-stündigen Busfahrt sind wir dann endlich am Hafen von Howth angekommen und waren schier überwältigt von den vielen Touristen. Nach einer Portion Fish n Chips und einer Cola, fühlten wir uns gestärkt genug uns an das Erklimmen der Klippen zu machen. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter, strahlender Sonnenschein und knappe 22°C, versüßten uns den Aufstieg zu den Klippen. Zwischendurch haben wir immer wieder Halt gemacht und uns von der wunderschönen Aussicht inspirieren lassen und jede Menge Fotos gemacht (s. Galerie). An den Klippen haben wir dann noch ca. 2 Stunden verbracht und uns noch einen wunderschönen Sonnenuntergang angeschaut- romantisch. Danach ging es dann auch schon wieder zurück, weil wir ja alle am Montag wieder früh raus mussten…

Alles in allem eines der schönsten Wochenende, das ich hier in Irland verbringen durfte und mit gaaanz viel Romantik  *grins*

Jedoch wird man relativ schnell wieder wachgerüttelt, da wir immer noch 10 Tage vor uns haben ,bis wir unsere Liebsten in der Heimat wiedersehen können.

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Gestern ging es für uns auf die Halbinsel Howth und zur gleichnamigen kleinen Fischerstadt. Howth liegt nördlich von Dublin und war früher eine Insel.
Über das City Centre fuhr uns der 31er Bus mit dem “netten” Busfahrer direkt zur Hafenstadt. Tausende Menschen haben an diesem Tag das Fischerstädtchen angepilgert – kein Wunder…es waren über 20°C, die Sonne hat ihr Bestes gegeben! Da unsere Mägen von der langen Tour derart leer waren, haben wir uns auch gleich einmal für das super leckere Beshoffs “Haddock Meal Deal” mit Chips und Garlick-Sauce entschieden – Fish and Chips eben! Der Schellfisch war frisch und die mit Essig beträufelten Kartoffelstreifen waren auch lecker!
Nach unserer Stärkung haben wir uns auf den Weg gemacht, die Insel zu erkunden.

Nach und nach wurde es immer hügliger und auch die Straße hörte abrupt mit einem Warnschild “dangerous cliffs” auf. Das hielt uns aber nicht davon ab weiter zu gehen.

Wirklich beeindruckend! Es gab Hügel, Klippen, dass weite weite Meer und eine Aussicht die atemberaubend war. Wir waren zwar zum Klettern nicht ausgerüstet, dass hielt uns aber nicht davon ab, es trotzdem zu tun :-)

Den Tag kann man, mit Hilfe des guten Wetters natürlich, als einen der schönsten und spannendsten bezeichnen, den wir hier in Irland hatten.

Hier die Bilder, von denen auch mehr in der Galerie zu finden sind:

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An dieser Stelle natürlich auch noch einmal einen ” <3-lichen Glückwunsch zum Geburtstag Manu!!!!!! ” – Ich hoffe der Tag war Geburtstagsgeschenk genug :)!


Peter und Alex


Nachdem aufregenden Wochenende (Kino: s. Alex Eintrag) habe ich mich heute aus dem Bett gequält. Auf der Arbeit angekommen, übergab mir mein Chef direkt 3 Laptops, bei denen ich das Mainboard ausbauen sollte. Erstmal doof, weil die Laptops von HP waren und ich noch nie an denen gearbeitet habe. Ich also erstmal die Aufgabe nach hinten gestellt und mich  vier Aufträgen gewidmet, die ich noch zu erledigen hatte. 1x Reimaging von Windows, 2 AC-Adapter austauschen und einmal Arbeitsspeicher wechseln.

Doch dann kam mein Chef rein und versüßte mir den Tag. Er erzählte mir, dass gleich ein Freund von ihm kommt, der als Journalist bei einem Motorsportmagazin arbeitet, und uns ein neues Auto zeigen möchte. Nach 10min, hörte ich dann schon das Brummen von draußen. Also schnell nach draußen gegangen und geguckt. Da stand nun ein neuer Ford Focus RS in weiss. (Ford Focus als extreme Sportversion mit 300PS). Mir wurde dann auch sogleich angeboten mich mal reinzusetzen und den Motor anzumachen. Der Wagen hat nur so vor Kraft gestrotzt und selbst der Leerlauf hat sich genial angehört. Danach gings dann wieder rein. Beim Eintreten fiel mir die Tür auf, bei der der Türschließer schon seit Tagen kaputt war. Also ne Leiter geschnappt und das einfach mal repariert. Mein Chef und meine Kollegen haben sich schon gefragt wo ich stecke, haben mich dann aber auf der Leiter gesehen und erstmal gestutzt. Nach 10min hat alles wieder funktioniert ( Ring am Gewinde war kaputt) und ich habe eine “Excellent” vom Chef bekommen, so macht Arbeiten Spaß. Danach gings dann an die HP Laptops vor denen ich mich ein wenig gedrückt habe. Mit viel Vorsicht ging ich ans Werk und merkte direkt, dass das garnicht so schwer ist. Nach 60 min hatte ich bei allen dreien das Mainboard ausgebaut und wurde wieder vom Chef gelohnt – ich hoffe, dass spiegelt sich in meiner Beurteilung wieder *grins*

Hier noch ein paar Eindrücke von dem wundervollen Ford Focus RS (Neupreis 53.000 € )

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district9Wir schreiben das Jahr 1982, direkt über Johannesburg, Südafrika, stoppt ein riesiges außerirdisches Schiff. insektenartige Außerirdische suchen Obdach auf unserer Erde. Regungslos verharrte das Schiff über Johannisburg, bis sich, drei Monate nach Ankunft, Menschen Zugang zum Inneren des Raumschiffes verschafften. Distrikt 9 – ein Slum, der Herberge für über eine Million obdachloser Außerirdischer wurde, gilt seither als Brennpunkt des medialen Interesses.

Manu, Micha und ich haben uns in den so verheißungsvollen Film getraut, der mit FSK15 auch nicht “weiter schlimm” werden sollte. Ein dokumentarisch aufgebauter Bericht über den Versuch einer Umsiedlung der Außerirdischen in einen neuen Distrikt – District 10, 250km außerhalb von Johannisburg. Der Film ist absolut sehenswert, hat definitv Handlung und nimmt mit der Dauer auch an Spannung zu – ist aber keinesfalls etwas für 15,16 oder 17-jährige oder bloß ein Alien-Film!


They came here 28 years ago.

Why won’t we let them leave?

Zum offiziellen Trailer

 

Sep
04

Wie jeden Tag bin ich heute wieder 15 Minuten vor Arbeitsbeginn in meiner Firma erschienen. Vorher noch ein Baguette und nen Café Latte geholt und ab gings. Auf dem Weg durch die Tür ist mir mein Chef voller guter Laune entgegen gekommen. Er muss den Tag eine Reihe von Resellern abklappern und dort Serviceverträge zu machen. Voller guter Laune (Dank an Trinchy Stryder – Number One) bin ich also ins Gebäude und an meinen Arbeitsplatz gegangen. Die Kollegen waren heute sehr relaxed drauf, Brian hat eine Woche Urlaub (nach Madrid geflogen). Ich mich also an den Arbeitsplatz gesetzt und an meinem Laptop weitergearbeitet, den ich gestern nicht fertigstellen konnte (Simples Systemaufsetzen). Zwischendurch ein paar Witze mit den Kollegen gerissen und dann ins Lager um den nächsten Reparaturfall zu holen.

Doch dann ZZZZ Licht aus- ich mich erstmal verwirrt umgeschaut und da war es dann auch wieder da. Kollegen meinten, dass passiert zwischendurch einfach mal. Also weiter mit der Arbeit und nen Mainboardtausch vorgenommen. Dann gings mit Dean zu Shipper’s was zu essen holen. Nachdem ich mich mit ihm dann ne Weile über Fantasybücher unterhalten habe gings wieder an die Arbeit. Wollte mal meiner mir nachgesagten deutschen Effizienz nachkommen und 2 Laptops gleichzeitig bearbeitet. Einfacher Festplattentausch mit Wiederherstellung.

Doch dann in der Mitte der Formatierung ZZZZZ- Licht aus. Alle aufgestöhnt. Da die meisten Laptops während der Reparatur mit Netzteil laufen, waren diese nun aus. “Super” denkt man sich, “Mitten in der Formatierung”. Also warten wir bis der Strom wiederkommt. Nach 10 Minuten nichts…Alle erstmal an die frische Luft und den kurzen Sonnenschein genossen. Uns fiel auf, dass auch die Mitarbeiter der umliegenden Firmen draußen standen. Schien also nen größere Problem zu sein. Nach weiteren 30 Minuten kam dann die Infos, dass in Dublin 12 und Dublin 6 (Bezirke) der Strom komplett ausgegangen ist. Alle schon gefreut, dass früher Schluss ist. Also wieder rein und ein wenig aufgeräumt. Nach einer weiteren Stunde ging dann der Strom wieder – schade. Um 16.00 bin ich dann gegangen, allen nen schönes Wochenende gewünscht und ab gings zum Bus.

An dieser Stelle möchte ich mich mal ganz kurz über die Busse auslassen. Ich meine ich bin ja mit meinen geschätzten 1,87m  zwar nicht klein, aber auch kein Riese. Beim Einsteigen erstmal den Kopf gestoßen, dann nach oben zum oberen Deck und wieder Plong..mein Schädel hat da schon ganz schön gebrummt. Also Kopf eingezogen und nen Sitzplatz gesucht. Sitzplatz, schön entspannt sitzen, denkt man – falsch gedacht. Es scheint mir, die Sitze sind für Leute mit einer Größe von 1,50m konzipiert worden (Entschuldigung an dieser Stelle wenn ich irgendwem zu nahe trete). Man kann sich gerade ein mal so auf die Bank quälen, muss dann aber die Beine zum Gang raus strecken. Richtig hinsetzen ist nicht drin, man schafft es wirklich nicht die Knie einzuziehen, es sei denn man macht fast einen Spagat im Sitzen. Nach einer geschätzten Ewigkeit kam dann endlich meine Bushaltestelle. “Kopf einziehen Manu” sagte ich mir, aber auf dem Weg nach unten auch schon wieder vergessen und “Dong!” wieder gestoßen. Leicht erzürnt bin ich dann aus dem Bus gestiegen und zum Friseur gelaufen. “Mir reichts mit dem Bus!” ;)

Am Freitag um 18:30 Uhr war es dann also so weit – Peter, Manu und Ich haben uns zum Flughafen aufgemacht. Wir waren alle ein bisschen aufgeregt – was kann noch schief gehen? War alles richtig? Haben wir etwas vergessen?
Wir sind also mit dem Bus über das Stadtzentrum in Richtung Flughafen gefahren. Dort angekommen haben wir uns noch eine Coke genehmigt und sind in irisch typischer Gelassenheit zum letzten Car Hire Stand gelaufen, Dan Dooley’s! Nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit gewartet hatten, waren wir an der Reihe. Der übliche Bürokratie-Akt und 20 Minuten danach standen wir vor dem Parkhaus, die letzten Wegbeschreibungen folgten und schon befanden wir uns im richtigen Parkdeck.
IMG_8290Wie kann man die Autos am besten beschreiben? Am besten fangen wir mit Peters an. Optisch ganz klar: perfekt für die irischen Straßen, ein kleiner Daihatsu Terios Sport Jeep. Die inneren Werte – klein, gemütlich und ruhig. Langsam, verbraucht trifft es eher. Mein “Auto” muss man genau anders herum beschreiben. Ein Daihatsu Cuore – von außen klein, violetter Flip-Flop (!) – Lack und 12″ Sport-Stahl-Felgen-mit-Radkappenabdeckung (geischert durch Kabelbinder). Von innen hingegen hat der Daihatsu nur so mit Sportapplikationen geprotzt – Sporttacho und Chromtüröffner.
nach den ersten Orientierungsfehlern, geschockten Parkhausbesuchern und “Busspur”-Fehlinterpretationen haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Die Musik-CDs waren gebrannt.

Tag 1

IMG_8254Um 7 Uhr (Plan) hieß es, “wir fahren nach Oughterad”. Mit einer kleinen irisch-üblichen Verspätung haben wir uns auf den Weg gemacht. Von Dublin sind wir über die Stadt Athlone zum Lough Ree gefahren. Ein “kleiner” See, der vorallem durch die morgentliche Ruhe mit Schwänen und Enten verzauberte.

Danach hieß es – Kurs Youth Hostel. Wir sind also von Athlone direkt zum Youth Hostel gefahren und dort rechtzeitig einchecken zu können.  Das hostel selbst liegt etwas versteckt, aber überaus ruhig. Es ist klein und gemütlich und seine 18€ Wert gewesen. Wir haben unsere Sachen ausgepackt und uns etwas zu Essen gesucht. In Oughterad wurden die ersten fündig. Mit einem kleinen Stopp bei McDonalds sind wir über Galway an der Küste entlang gefahren. Die Küstenstrecke ist echt beeindruckend. Das flache Land erhebt sich von Galway aus und wird zunehmen gebirgiger.  Auf halber Strecke haben wir eine kleine Pause eingelegt und einen Berg erklommen. Da wir nicht wussten, wie sicher die kleinen Autos so im Tankverhalten sind, haben wir einen kleinen Abstecher in das Örtchen Lisdoonvarna gemacht. Bei 231 Meilen (~369km) mussten wir (Dahaitsu) 27,69€ knapp 5-6 Liter beim Kleinen und 7-8 Litern beim “Großen” nachtanken.  Über das Land sind wir direkt zu den Cliffs of Moher gefahren. “Etwas” abseits des großen Parkplatz haben wir geparkt und uns somit die 8€ (!) je Auto gespart.
IMG_8465Die Cliffs of Moher – wahnsinn! Das in Worte zu fassen, was wir gesehen haben ist schwierig. Die Cliffs teilen sich in zwei “Besucher”-Bereiche.  Der eine ist der umzäunte abgesicherte und der andere – nun – der andere ist der “lebensgefährliche” Bereich. Vom abgesicherten Bereich hatten wir einen traumhaften Blick auf die Cliffs. Drei Vorsprünge, die Postkarten zieren. Über einen Zaun ging es dann zum, nennen wir ihn einfach mal “aufregendem”, Stück. Ein Weg, links befestigt mit einer 50cm hohen Mauer und rechts nichts, als 200m Tiefe. Die Bilder sprechen für sich:

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Dann haben wir nur noch Abendbrot gegessen und sind allesamt in unserem ‘eight-bed dorm’ eingeschlafen.

Tag 2

Leider war uns der irische Wettergott nicht gnädig. Dabei hatten wir am Vorabend ordentlich gegessen…jedenfalls fing der Tag bedeckt an…und sollte sich auch nicht weiter verändern. Wir sind vom Hostel quer durch den Connomara Nationalpark gefahren. Anschließend – da zwar die Landschaft wieder einmal atemberaubend war, der Nebel aber jegliche Fotografieversuche verhinderte – sind wir zum Hafenstädtchen Westport gefahren. Dort haben wir uns Fish and Chips gegönnt und sind dann am Nachmittag Richtung Heimat aufgebrochen.

Insgesamt sind wir rund 600 Meilen durch Irland gefahren – die Tour war ein voller Erfolg!


Mehr Fotos gibt es in der Galiere unter Galerie -> iExperience-Tour .

Nach 28 Tagen Dublin können wir alle mit stolz zurück schauen. Vor über drei Monaten war das, was wir jetzt erleben nicht greifbar, wir haben Witze über das „Wie“ gemacht und sehr wahrscheinlich gar nicht realisiert, dass wir für zwei Monate in ein neues Leben schlüpfen werden. Wenn auch nur auf Zeit – wir haben unser eigenes Leben in Deutschland hinter uns gelassen.

Auf den Tag heute vor vier Wochen war es so weit. Nicht nur der Flug wurde Realität, sondern auch Dublin und damit unser Praktikum.
Ich denke ich spreche für alle, wenn ich schon die erste Halbzeit als „erfolgreich“ tituliere. Wir haben uns in eine fremde Umgebung eingelebt und viele neue Eindrücke gewonnen. Jeder hat für sich seine eigenen Erfahrungen gemacht – sei es in der Eigenständigkeit, im Verantwortungsbewusstsein, in der Improvisation oder aber in der Fähigkeit mit neuen, bislang unbekannten Situation fertig zu werden.
Schauen wir zurück, schauen wir acht Dublin‘er auf vier interessante, lehrreiche und gesellige Wochen. Wir haben die freie Zeit genutzt um uns das Dublin anzuschauen, von dem wir nur gelesen hatten – einige waren bereits in Belfast und andere werden noch nach Nordirland fahren.  Zeit für uns die Koffer zu packen – morgen wird das Bergfest gefeiert – wir fahren durch Irland!

An dieser Stelle ein Dankeschön an unsere Familien, unsere Firmen und an unseren Projektträger dem OSZ IMT mit der Organisation von Frau Grahlmann, ohne die wir an diesem Projekt wohl gar nicht teilnehmen hätten können.

Wir sind gespannt auf die nächsten vier Wochen in Dublin – noch 29 Tage, 0 Stunden, 0 Minuten!

Aug
16

So nun melde ich mich auch mal wieder zu meinem 2. Wochenreview.

Grob gesagt gibt es erstmal was Arbeit angeht keine große Ereignisse und Veränderungen zu berichten. Man versteht sich immer besser mit dem Kollegen und unser liebstes Thema diese Woche waren irische und deutsche Stereotypen – kurz gesagt, viel Lachen. Die irischen Kollegen sind sehr offen und haben für meinen Geschmack einen super lustigen Humor wie sie sich selber und andere Kulturen auf den Arm nehmen. Da kommen Geschichten wie die kleinen grünen Kobolde mit dem Goldtopf auf und es wird über die typischen rothaarigen Stereotypen geredet – rote Haare, viel Fluchen und trinkfeste Trinkgewohnheiten. Mein Chef hat mir am Mittwoch Video von seinen Rallyerennen gezeigt – er ist Rallyerennfahrer (Semi-Professional würde ich jetzt mal sagen) und fährt fast jedes Wochenende Rennen. Ein gute Abwechslung zu dem stressigen Arbeitstag als Chef des größten Toshiba Service-Betreuers. Meine Aufgaben diese Woche waren sehr ähnlich zu den letzter Woche, allerdings arbeite ich nun schon komplett selbstständig bis auf ein zwei Dinge über die ich noch nicht Bescheid weiß. Ich arbeite selbstständig an den Toshiba-Laptops und da stößt man auch so manchmal auf lustige Sachen. Kurze Beschreibung: Toshiba Satellite 300 Laptop mit arabischer/englischer Tastatur und als Windowsstartton kommt arabische Gebetsmusik. Als Hintergrund eröffnet sich einem eine Moschee mit dem Sonnenuntergang als Hintergrund.

Durch die Gespräche mit den Kollegen kann man sich auch langsam einen Einblick darüber verschaffen wie unzufrieden die “normalen” Arbeiter mit der irische Regierung sind. Grob konnte ich feststellen, dass das Durchschnitteinkommen kaum höher liegt als in Deutschland, die Lebensunterhaltungskosten aber um einiges höher sind. Da kosten Autos – Beispiel VW Golf – locker mal 6.000 bis 7.000 € mehr als in Deutschland und auch als in Nordirland.

Ansonsten verlief die Woche ganz normal. Nach der Arbeit kurz zum Supermarkt und was fürs Abendbrot holen, dann Essen machen und mit der Liebsten skypen. Danach dann noch ein wenig im Wohnzimmer mit den anderen entspannen und ab ins Bett. Um 8.00 wieder aufstehen und um 8.45 auf zum Bus. Apropos Bus…da drückt man auf den Stopknopf und der Busfahrer fährt einfach mal weiter. Auf Nachfrage, ob er das Stopzeichen nicht bemerkt hat kommt dann nur ein Schulterzucken….so darf man dann mal 10 Minuten zur richtigen Haltestelle zurücklaufen. Auch dass die Busse nur auf ein Winken hin anhalten…musste ich mir an Mittwoch wieder ins Gedächnis rufen als 2 Busse an mir vorbeifuhren.

Am Freitag haben wir dann die Arbeitswoche ausklingen lassen und sind abends auf ein Bier in Pub gegangen. Am Samstag waren Alex, Michael und ich dann im City Centre auf der Suche nach T-Shirts, Socken, Shorts und Schuhen. Michael hat mich dann noch auf einem superleckeren Latte Macchiato eingeladen und dann gings zurück zum Apartment. Heute waren wir an der Dublin Bay und haben uns den Wind um die Ohren fegen lassen während wir auf dem Pier standen.

Jetzt sitzen wir gerade im Wohnzimmer und hören den Soundtrack zum Film “Berlin Calling” (Wink an Paul Kalkbrenner)

Bis dann zum nächsten Wochenreview mit weiteren spannenden Fakten ;)

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